Fledermausführungen


Fledermäuse im Dorney (Oespel/Stockum)

 

Fast 40 Teilnehmer warteten gespannt auf die Ankunft der Fledermäuse. Im Oespeler Dorney machte die Biologin Meike Hötzel die Besucher in einem Kurzvortrag und anhand von Schaukästen mit ausgestopften Fledermäusen, Plakaten und einem Fledermaus-Skelett mit dem Leben dieser Säugetiere in unseren Gebieten vertraut.

 

Fledermäuse orientieren sich per Echoortung: d. h. sie geben Ultraschalllaute ab, die in einer bestimmten Weise reflektiert werden. Durch dieses Echo können sie sich ein Bild von ihrer Umgebung machen, sodass sie sozusagen durch Laute sehen können.

Die Nahrung der bei uns heimischen Fledermäuse besteht vorwiegend aus Insekten, so stellen sie z. B. einen natürlichen Feind von nächtlichen Plagegeistern dar: den Mücken.

Ab dem Herbst ziehen sich die Tiere in ihre Quartiere in den Winterschlaf zurück, wobei sie ihren Stoffwechsel stark einschränken, um so Energie zu sparen.

 

Zu den kleinsten heimischen Fledermäusen gehört – wie der Name schon sagt - die Zwergfledermaus mit 3,5 bis 5 cm Körperlänge, das Gewicht beträgt 3,5 bis 8 Gramm. Der Große Abendsegler hingegen zählt zu den größeren Arten und weist eine Körperlänge von 6 bis 8 cm und ein Gewicht von bis zum 40 g auf; im Flug erscheint er etwa schwalbengroß.

Im Dorney sind die Tiere vorwiegend im Bereich des Teiches zu finden, aber auch in den anderen Bereichen gehen sie auf Insektenjagd. Und hier haben wir sofort zu Beginn des Rundgangs die ersten Fledermäuse gehört. Der Detektor machte die Laute im 45-kHz-Bereich hörbar. Somit konnte Meike Hötzel feststellen, dass es sich um eine Zwergfledermaus handelt musste. Kurz darauf war auch die erste Zwergfledermaus sichtbar, wie sie mit sehr schnellen Flugbewegungen auf Beutejagd gingen. Immer wieder flogen die Fledermäuse den offensichtlich ergiebigen Bereich ab.

 

Neben der Zwergfledermaus und dem Großen Abendsegler wurden im Dorney die Wasserfledermaus, Breitflügelfledermaus sowie die Rauhautfledermaus festgestellt.

 

Wie Meike Hötzel berichtete, gehören einige Fledermäuse zu den gefährdeten Arten. Zu den Ursachen zählen z. B. der fortschreitende Flächenverbrauch, intensive landwirtschaftliche Nutzung, Pestizide und giftige Holzschutzmittel an Gebäuden, intensive forstwirtschaftliche Nutzung, Zerschneidung der Landschaft, Verkehrskollisionen, Verluste an Windrädern und Gebäudesanierungen.

 

 

Wie kann man Fledermäuse schützen?

Wer bei günstiger Wetterlage in der Dämmerung aufmerksam ist, kann selbst in bebauten Gebieten Fledermäuse beobachten. Wer Fledermäuse schützen will, sollte sich gut zu informieren. Es gibt zahlreiche Bücher und Internetseiten über Fledermäuse. Wenn man ein Haus und/oder einen Garten hat, kann man Fledermauskästen aufhängen. Im Garten ist ein wenig Unordnung nicht verkehrt. Durch eine naturnahe Gestaltung und die Förderung von Insekten durch z. B. das Pflanzen einheimischer Gewächse, die Anlage eines naturnahen Gartenteiches und viele Wildblumen erhöht sich das Nahrungsangebot für die Fledermäuse. Unbedingt vermieden werden sollte der Einsatz von Insektiziden, Unkrautvernichtern etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das filigrane Skelett einer Fledermaus:

 

 

 

 

Viele Teilnehmer dieser Exkursion haben - zumindest im Dorney – erstmals Fledermäuse gesehen. Sicher werden sie und die anderen Besucher nun bei abendlichen Spaziergängen darauf achten, ob vielleicht Fledermäuse am Waldrand oder am Teich zu entdecken sind.

Wenn eine neue Führung geplant ist, wird es über diese Internetseite bzw. über die Presse veröffentlicht. Es lohnt sich, hier immer wieder mal nachzusehen.

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